Mittlerweile sehen wir ein Ende der Pandemie. Die Impfstoffe der verschiedenen Hersteller greifen, die Immunisierung schreitet voran und dank des staatlich verordneten Lockdowns haben sich auch die Ansteckungszahlen drastisch reduziert.
In jedem Schlechten steckt aber auch meistens etwas Gutes. Wenn man zurückblickt, haben wir in den letzten Monaten viel gelernt. Wer früher in Heimatkunde nicht aufgepasst hat, weiß dank der täglich aktualisierten Corona-Karte, wo Rostock, Hildburghausen, Heinsberg und Tuttlingen liegen. Wir wissen nun, was Inzidenzen sind und dass Fledermäuse Viren übertragen… Auch zwischenmenschlich hat sich sehr klar gezeigt, wie einmütig und andererseits uneinmütig ein Volk sein kann.
Ob ein Jahr nun wirklich verloren ist oder nicht, unterliegt jedoch auch anderen Faktoren. Reduzieren wir die Situation auf unser Hobby Modellbahn, so sieht das schon ganz anders aus. Es begann mit einem zuerst vorsichtigen „Run“ auf die Online-Shops des Modellbahnhandels, der alsbald explodierte. Viel Freizeit und kaum Möglichkeiten, diese anderswo als zuhause zu nutzen, brachte so manche eingestaubte Modellbahn wieder zum Glänzen. Die Situation gestaltete sich nicht schlecht für die Händler, die hier bereits mit einem gut sortierten, übersichtlichen Onlineshop aufgestellt waren.
Im nächsten Schritt folgten die Hurra-Rufe der Hersteller. Volle Auftragsbücher und ausgelastete Kapazitäten standen plötzlicher Materialknappheit und unsicherer Personalplanung gegenüber. Dennoch brachte die Pandemie einen ungeahnten Schub in die Modellbahnbranche.
Blicken wir nun auf die Gartenbahn, so hat sich auch hier einiges ereignet. Gut, die bekannten Messen und Ausstellungen sind ausgeblieben. Vielleicht geht es gegen Ende des Jahres wieder richtig los. Dafür hat sich in den Gärten und auf den Innenanlagen aber einiges getan. Fahrzeugparks wurden auf Vordermann gebracht, die Anlagengestaltung wurde überarbeitet und so manche Gartenbahn ist komplett neu entstanden. Vereine und Gruppen haben ihre Clubtreffen in das Internet verlegt, womit auch übergreifende Gesprächskreise mit zum Teil illustren Gästen stattfinden konnten und hoffentlich auch in Zukunft weiter stattfinden werden.
Auch wir von der „volldampf“ konnten viele immer wieder aufgeschobene Projekte starten und zum Teil auch druckreif aufarbeiten.
Also, alles in Allem und durch die kleine Gartenpforte betrachtet, war dieses Jahr nicht verloren. Wir sehen hier eher „das gewonnene Jahr“!
Gute Unterhaltung wünscht Ihr Redaktionsteam