Editorial der Ausgabe 2017/03
Europa first…

Die neue US-Regierung unter Donald Trump macht es vor. Versprechungen, die zum Teil unrealistisch erscheinen und dennoch die gewünschte Wirkung erzielen, sorgen dafür, dass der Dollar gut dasteht und der Euro etwas schwächelt. Natürlich sind da auch andere Gründe im Spiel. Wir von der „volldampf“ wollen uns jedoch nicht als Wirtschaftsweise aufspielen und so tun, als ob wir die Sache wirklich verständen. Fakt ist, Leute mit mehr Ahnung sagen dem Euro ein erneutes Tief mit einem Wert unter einem Dollar voraus.

Sie werden sich fragen, was wir Ihnen damit sagen wollen. Lange Rede kurzer Sinn: LGB, PIKO und Train Line werden tunlichst versuchen, ihr Angebot für den US-Markt auszubauen. US-Produkte von Aristo- Craft, Bachmann, Hartland oder USA-Trains werden in Europa teurer, denn hier ist der Effekt genau umgekehrt. Wenn man zu steigenden Preisen noch die Sache mit der Sprache, dem Versand, der Zollabfertigung und der Garantie hinzurechnet, kommt man zum Schluss, dass sich das bald kaum noch lohnt.

Gartenbahner mit dem Hang zu Harz und den Rhätischen Bahnen wird das weniger interessieren. Der eigene Händler sitzt an der Quelle und produziert wird in Europa. Für US-Fans sieht das anders aus. Was wir tun können, ist Trumps Slogan einfach umzukehren. Schauen wir uns doch einmal auf dem eigenen Kontinent um. PIKO kümmert sich sichtlich um die Wünsche der US-Bahner und LGB hat in diesem Jahr die Produktpalette rund um Northern Pacific Railway, White Pass & Yukon Railroad und Co. ausgebaut. Selbst Immobilienhersteller haben durchblicken lassen, dass neue und neu aufgelegte amerikanisch anmutende Gebäude vielleicht im Sinn des Gartenbahners sein könnten.

Wenn es dann doch eine Lok oder ein Wagen aus US-Produktion sein soll, dann ist, um im Jargon der Finanzwirtschaft zu bleiben, Abwarten die beste Devise. Präsidenten kommen und gehen und der Eurokurs wird auch einmal wieder steigen. Unseren amerikanischen Gartenbahn-Kollegen wünschen wir viel Freude mit den günstigen EU-Angeboten, in der Hoffnung, dass man dort nicht auf die Idee kommt, eine „garden-railway-Steuer“ einzuführen.

Damit Sie auch weiterhin so viel Freude am Hobby Gartenbahn haben können, wollen wir in dieser Ausgabe einmal zeigen, wo Sie selbst Hand anlegen können. Viele Bausätze, Selbstbauideen und Tipps zum Anlagenbau haben den Weg in diese Ausgabe der „volldampf“ gefunden.

Ihr „volldampf“-Team

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