Editorial der Ausgabe 2015/02
Da wächst doch was zusammen...

Dass man als Herausgeber oder Redakteur eines Gartenbahn- Magazins nicht stur hinter seinem Schreibtisch sitzt oder im Garten seinem Hobby frönt, kann sich vermutlich jeder vorstellen. Wir von der „volldampf“ sehen die Gartenbahn und deren Vorbilder nicht nur als Zeitvertreib, sondern haben dieses Thema zu einem hauptsächlichen Lebensinhalt werden lassen. Das ist nicht etwas, was man sich wünscht, das ist eher eine Sache, die einfach so passiert. Wenn der Beruf und das familiäre Umfeld mitspielen und man immer mit Lust und Freude bei der Sache ist, sind es nur noch die selbst gesetzten Termine, die hier und da etwas Druck aufkommen lassen.

So ist es ganz normal, dass man seine Freizeitaktivitäten, sogar den Urlaub nach den Terminen der Szene plant. Mit einem Vorlauf von etwa zwanzig Wochen für eine Ausgabe der „volldampf“ muss man schon die kommenden zwölf Monate im Blick behalten. Oftmals jagt eine Veranstaltung die andere und zwei bis drei Termine am Wochenende sind keine Seltenheit. Schön, wenn man sein Hobby mit Freunden teilt und die Arbeit untereinander weitergeben kann. Schlecht, wenn man überall selbst dabei sein möchte.

So war es auch im April dieses Jahres. In Dortmund stand eine der größten Modellbaumessen Deutschlands an – für uns eine Pflichtveranstaltung – und im Harz feierte man den sechzigsten Geburtstag der Brockenlok. Wenn neben der eigenen Vorstellung, von dieser Veranstaltung zu berichten, auch noch die Anfrage der HSB kommt, den Event als Reiseleitung zu unterstützen, ist man natürlich hin und her gerissen.

Andreas Franz, unser Fachmann, was die deutschen Schmalspur- Dampfloklegenden des Ostens angeht, stellte sich bereitwillig zur Verfügung, 200 bahnhungrige Fans durch das Selketal und darüber hinaus zu führen. Fototechnisch unterstützt von Hendrik Hauschild hatte er die Aufgabe übernommen, zwei Traditionszüge durch den Harz zu begleiten. Mehr darüber in dieser Ausgabe der „volldampf“.

Was haben die davon, wird sich manch einer fragen. Für uns ist es die Möglichkeit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Noch näher dran, sogar mitten drin im Geschehen, erhält man ganz besondere Einblicke. Man trifft Menschen, die man sonst nur aus einer vorbeigleitenden Lokomotive herausschauen sieht. Man erhält Zugriff auf Informationen, die auch die Redaktionsarbeit erheblich erleichtern.

So schließt sich der Kreis und Sie erkennen, dass alles Wissen, alle Eindrücke und die Freude, die wir bei unseren eigenen Exkursionen aufsaugen letztendlich wieder in der „volldampf“ und somit bei Ihnen landen. Nur so bleibt unser Magazin auf lange Sicht bunt und interessant.

Sie werden uns also weiterhin im Harz, auf Rügen oder in den Bündner Alpen, bestückt mit Notizzettel und Kamera, antreffen. Falls Sie uns erkennen, sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr „volldampf“-Team

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