Editorial der Ausgabe 2013/04
Nichts bleibt wie es ist...

Wenn man sich die aktuellen Geschehnisse im Gartenbahnbereich anschaut, versteht man die Welt nicht mehr. Auf der einen Seite schließen die Hersteller endgültig und auf der anderen Seite wird „geplockert“, was das Zeug hält. Während die Hersteller im Mutterland der LGB mit immer neuen Loks und Wagen um die Gunst des Kunden buhlen, gibt Aristokraft in den USA auf. „Polk‘s Will Close Its Doors 12-31-13“, war die Schreckensbotschaft des Herbstes.

Lewis Polk war lange Zeit Alleinimporteur für LGB in die USA, bis Lehmann 1982 LGB of America öffnete. Daraufhin gründete Polk die Firma ,,REA” die nach ein paar Jahren in ,,Aristocraft” umbenannt wurde. Bis zum heutigen Tage findet man zum Teil noch neuwertige REA-Produkte auf dem US-Markt. Ausgenommen von der Schließung ist die Marke ,,Crest” unter der z.B. ja auch die ,,Revolution”-Fahrzeuge hergestellt werden. Polk´s engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich der Funksteuerungen und der Energieversorgung mit Akkus und Batterien für Modellflugzeuge und Modelleisenbahnen. Dieser Bereich soll weitergeführt werden. Außerdem will man den Reparaturservice für Aristo- Produkte so lange aufrecht erhalten, wie man über Ersatzteile verfügt.

Lewis Polk (74) und seine Frau Maryann möchten sich nun langsam in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen. Ihre Nachfahren sind jedoch nicht an einer Übernahme der Geschäfte interessiert, womit die Marke wohl bald vom Markt verschwinden wird, falls sich kein Interessent findet. Die Firma Bachmann bietet sich unserer Meinung nach an, da die Produktpalette in deren Konzept passt. Es sind jedoch auch einige lokale Namen im Gespräch, die aber im Gartenbahnbereich bisher wenig oder gar kein Gewicht haben.

Doch nun zurück zu den guten Nachrichten. LGB hat endlich seinen imposanten ALLEGRA am Start. Piko trumpft mit einer wahrlich großartigen Regelspur- Dampflok der Baureihe 64 auf und der Newcomer Train Line setzt die Harz-Mallet 99 5901 auf die Gartenbahnengleise, als hätte man nie etwas anderes getan. Sie machen es uns echt nicht einfach. Sind wir noch vor wenigen Jahren recht frustriert durch die Geschäfte gelaufen und mussten uns mit „altem Kram“ begnügen, haben wir heute wieder die Qual der Wahl.

Apropos Geschäfte: Kommt der Gartenbahner nicht zum Gartenbahngeschäft, kommt das Geschäft halt zum Gartenbahner. So dachte sich die Firma Train Line und eröffnete ihren ersten „Store“ dort, wo uns das Hobby sowieso hintreibt - in der Heimat der HSB, in Wernigerode im Harz.

Unter diesen Voraussetzungen kann das Fest der Feste nun kommen, in der Hoffnung, dass unter dem Baum der richtige Zug seine Runden dreht. Damit Sie sich schon einmal einstimmen können, beschließen wir diese Seite mit unserem Weihnachtswagen, den Sie am Ende dieser „volldampf“ noch einmal finden. Ihr „volldampf“ Team

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